Liebe Freunde und Unterstützer der Seemannsmission Lübeck!


Wir haben erkannt, welche Bedeutung unser Seemannsclub für die Seeleute hat, die heute in überwiegender Zahl aus Ostasien stammen und zum größten Teil monatelang von den Familien getrennt sind. Unser Club gibt ihnen eine kleine, aber notwendige Möglichkeit, der Bordroutine für kurze Zeit zu „entfliehen“ und hier mit ihren Familien über Telefon oder Internet ohne Störung zu kommunizieren. Wir bemerken auch, ob bei Bordbesuchen oder in unserem Club, dass die ursprüngliche Arbeit der Seemannsmission vermehrt durch soziale Arbeit ergänzt wird.
Viele der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind selbst einmal zur See gefahren und wissen somit gut, wie wichtig es ist, im anonymen Hafen einen Anlaufpunkt zu haben, an dem sie vom Bordalltag abschalten und mit Menschen außerhalb ihrer eigenen Crew ins Gespräch kommen können.
Das Vertrauen der Seeleute in die Mitarbeiter der Seemannsmission ist sehr groß. Besonders wichtig bleibt das persönliche Gespräch an Bord bei den Schiffsbesuchen – Zeit zu haben für jeden Einzelnen. Mal eben einkaufen oder etwas Zeit haben für sich selbst ist in diesem Beruf nur schwer zu realisieren. Oft fahren unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden einmal schnell mit ihnen zum Supermarkt, um kleinere Dinge einzukaufen oder in einen Mediamarkt.
Zur Bewältigung dieser weiteren Aufgaben brauchen wir auch weiterhin Unterstützung, ob ehrenamtlich oder mit finanziellen Zuwendungen, denn diese christlich-soziale Arbeit mit Menschen, übersteigt die finanziellen Zuschüsse der Kirche, die ausschließlich Personalkosten für einen diakonischen Mitarbeiter ersetzen, erheblich.

Autoren:
A.Stülcken 
(Vorsitzender)
J.Classens (Diakon) 
B. Reichelt (Theologin)