Gottesdienst im Zeichen der Seefahrt

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Die Deutsche Seemannsmission in Lübeck und die Kirchengemeinde St. Lorenz zu Travemünde haben am Sonntag, 17. September, gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Etwa 200 Besucher waren der Einladung in die ehrwürdige St. Lorenz Kirche gefolgt.

Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen der Seefahrt – heute und in alten Zeiten. Auch die Bibel kennt Geschichten rund ums Meer. Etwa die Geschichte des Propheten Jona. Er hatte sich auf ein Schiff geflüchtet, um dem Auftrag Gottes, einer Stadt den Untergang anzusagen, zu entgehen. Sturm kam auf. Die Seeleute beteten. Jeder zu seinem Gott. Jona bekannte, dass er schuld ist an dem Unglück und verlangte, über Bord geworfen zu werden. Jona erfuhr Rettung. Ein Wal nahm ihn auf und spuckte in an Land.
Auch heute erleben die Seeleute Sturm, Angst und Errettung. Ihr Leben an Bord ist oftmals hart. Schwere Arbeit. Monatelang getrennt von der Familie. Kaum Liegezeiten in den Häfen. „Support of seafares‘ dignity“ lautet darum das Motto der Deutschen Seemannsmission, die Würde der Seefahrer zu unterstützen. Durch Gespräche oder ganz praktisch durch den Verkauf von SIM-Karten, damit sie nach Hause telefonieren können. Durch den Seemanns-Club, der von Ehrenamtlichen betreut wird, und an dem sie einen ruhigen Ort finden.
All dies erfuhren die Besucher des Gottesdienstes, der von den Pastoren Astrid Baar, Anja Möller und Armin Schmersow geleitet wurde. Für die Seemannsmission in Lübeck dabei: Diakonin Katharina Bretschneider und Theologin Bärbel Reichelt. Für den musikalischen Rahmen sorgten Organist Friedemann Becker und der Travemünder Shantychor. Die Seemannsmission bedankt sich für die umfangreiche Kollekte.