Internationaler Tag der Seeleute

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Seeleute geben dafür vieles: Sie sind monatelang von der Familie und Freunden entfernt und haben Arbeitsverträge von bis zu neun Monaten oder gegebenenfalls länger – in denen sie im Schichtdienst und an sieben Tagen pro Woche arbeiten. Auf See haben sie nur selten Kontaktmöglichkeiten in ihr Heimatland.
Das diesjährige Motto heißt „Seafarers Matter“, „Seeleute sind wichtig“ – und sie gehen uns alle etwas an. Der „Tag der Seeleute“ wurde 2010 von der IMO (International Maritime Organisation) und von den Vereinten Nationen zur Beachtung als internationaler Tag der Seefahrer/-innen festgelegt und soll der weltweiten Öffentlichkeit die Leistungen von Seeleuten ins Bewusstsein rufen und Crewmitgliedern wiederrum signalisieren, dass ihre Arbeit anerkannt und geschätzt wird.
Auch im Hafen von Lübeck kommen per Schiff und durch die Seeleute täglich tausende Tonnen Fracht nach Deutschland: Getreide, Holz, Papier, Zellulose und Düngemittel – um nur einige Güter zu nennen.
Mit den Anliegen, die während der harten Arbeit auf See bei Seeleuten entstehen, kennt sich die Deutsche Seemannsmission in Lübeck e.V. bestens aus: Mit ihrem Sitz auf dem Lehmannkai 2 in Lübeck-Siems sind überwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter Ansprechpartner für Seeleute aus aller Welt: Bei Bordbesuchen werden Sie mit Internet für ihre Smartphones für den Kontakt nach Hause, mit Zeitungen in ihrer Landessprache und mit Informationen zu Lübeck versorgt. Letztendlich steht aber die menschliche Begegnung und das Ansprechbar-Sein mit offenen Ohren im Mittelpunkt, denn im eng getakteten Alltag an Bord kommen die menschlichen Bedürfnisse oft zu kurz. Auch im Seemannsclub „Sweder Hoyer“ der Seemannsmission, in dem Seeleute freies Internet, Getränke, Snacks und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bekommen und dessen Raum von der Reederei Lehmann kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, können Seeleute in den Abendstunden vom Bordalltag abschalten und den Kontakt zur Familie in der Heimat pflegen.
Im vergangenen Jahr war die Seemannsmission mit 1760 Seeleuten an Bord von Schiffen im Kontakt und hieß rund 800 Seeleute aus aller Welt im Seemannsclub willkommen.