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 Wir wollen endlich nach Hause
Day of the Seafarer

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Eine süße Aufmerksamkeit zum internationalen Tag des Seefahrers – an Bord vorbeigebracht von der Deutschen Seemannsmission in Lübeck. In Zeiten der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie aber nur ein sehr schwacher Seelentröster. Endlich nach Hause – das ist der sehnlichste Wunsch vieler Seeleute. Endlich zu Familie und Freunden. Endlich eine Pause nach monatelanger Arbeit, in der die Müdigkeit zunimmt, die Konzentration schwindet.

In den Lübecker Häfen sind vor allem zahlreiche Philippinos schon viel zu lange an Bord – manche elf oder zwölf Monate. Wie es weitergeht? Keiner weiß es. Das nagt an der Seele. Geht aufs Gemüt. Verlangt manchem Seemann, der doch vieles gewohnt ist, Unendliches ab. „Weltweit sitzen etwa 200.000 Seeleute auf ihren Schiffen fest. Andere müssen zwangsweise in der Heimat warten. Können ihre Kollegen an Bord nicht ablösen“, betont Theologin Bärbel Reichelt, Leiterin der Deutschen Seemannsmission in Lübeck. „Viele unterschiedliche Seiten fordern, die Seeleute als systemrelevant anzuerkennen und endlich eine Lösung für sie zu finden. Als Deutsche Seemannsmission unterstützen wir dies vehement. In zahlreichen Gesprächen und mit praktischer Hilfe sind wir zudem für die Seeleute in dieser äußert schwierigen Situation da.“
Bischöfin Kirsten Fehrs, zuständig für die Hafenstädte Lübeck und Hamburg, richtet zum Tag des Seefahrers einen eindringlichen Appell an die Bunderegierung, eine internationale Lösung für die Seeleute auf den Weg zu bringen.
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Konzeptwerkstatt
Deutsche Seemannsmission blickt in die Zukunft

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Die Deutsche Seemannsmission (DSM) entwickelt derzeit konkrete Pläne für ihre künftige Arbeit. Dazu hat sie das Projekt „DSM2030“ ins Leben gerufen. Am 24. und 25. Januar versammelten sich Leitungsgremien und etwa 20 Mitarbeitende aus dem In- und Ausland, darunter auch die Stationsleiterin aus Lübeck, zu einer Konzeptwerkstatt in Bremerhaven.

Im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung ändern sich auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Seeleute weltweit. Warenströme passen sich ökonomischen und politischen Gegebenheiten an. Das Umfeld der Reedereien und der Hafenwelt ist einem stetigen Wandel unterworfen. Darum gilt es auch für die DSM zu klären, welche konkrete Ausprägung ihr Leitbild „support of seafarers‘ dignity“ (Eintreten für die Würde der Seeleute) künftig haben soll.
Fünf Themenbereiche wurden im Vorfeld der Konzeptwerkstatt für die künftige Ausrichtung der Arbeit der Deutschen Seemannsmission identifiziert und in den beiden Werkstatttagen bearbeitet: Netzwerke der Stationen im In- und Ausland, Arbeit mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen, Fortbildung und Qualitätssicherung, Psychosoziale Notfallversorgung (Notfallseelsorge) als Zukunftsthema der DSM, Interne Kommunikation sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
„Während der Konzeptwerkstatt sind schon sehr viele gute Ideen und auch konkrete Ansätze entstanden. Diese gilt es nun zu gewichten und dann möglichst schnell umzusetzen“, betonen für den Vorstand der Deutschen Seemannsmission Präsidentin Dr. Clara Schlaich und Generalsekretär Christoph Ernst.

 

 

Weihnachtsgrüße der Konfirmanden

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Die Konfirmanden der Lübecker Domgemeinde haben Weihnachtsgrüße für Seeleute gebastelt. Mit Bärbel Reichelt von der Deutschen Seemannsmission in Lübeck und Dompastorin Margret Wegner haben sie überlegt, worüber sich Menschen freuen, die an den Feiertagen weit weg von ihren Familien sind.

 

Deutsche Seemannsmission in Lübeck bringt Seeleuten Geschenke

Weihnachtsglück an Bord

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500 Weihnachtspäckchen haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Deutschen Seemannsmission in Lübeck zusammen mit Stationsleiterin Bärbel Reichelt für die Seeleute gepackt. In der Adventszeit und Heiligabend verteilen sie die Geschenke auf den Schiffen im Lübecker Hafen und sorgen für große Freude, denn viele Seeleute werden Weihnachten nicht zu Hause sein.

Die Augen der Crew um Kapitänin Vicky Neumann leuchten, als Hans Hartke und Henning Wulff, Ehrenamtliche der Deutschen Seemannsmission in Lübeck, an Bord der „Vanquish“ kommen und die rot verpackten Geschenke überreichen. „Wie schön, dass ihr kommt. Wir haben uns schon so auf euch gefreut.“ Ein kleines Geschenk, eine kleine Aufmerksamkeit für Menschen, die an Bord der Schiffe meist unsichtbar bleiben und doch 90 Prozent aller Güter weltweit transportieren. Hans Hartke und Henning Wulff wissen, wie das ist, sind selbst zur See gefahren. „Es ist schön, den Seeleuten jetzt eine kleine Freude zu machen und ihnen zu zeigen, wir sehen euch.“
Weihnachten an Bord, das kann einsam sein. „Ich werde an meine Frau denken und an den großen Tisch, an dem die Familie zusammensitzt“, erzählt Sergiy Tereshchenko. Auch Kapitänin Vicky Neumann weiß aus Erfahrung, wie das ist: „Es gibt Momente, da denkt man an zu Hause, daran, dass alle vor dem Kamin und dem Weihnachtsbaum sitzen und man auch sehr gern dabei wäre. Dann bin ich immer einen kurzen Moment traurig. Aber an Bord sind wir auch ein bisschen eine Familie.“ Weihnachten werden sie es sich schön machen. Die Reederei Holwerda Shipmanagement B.V. schickt Weihnachtsessen und für Dekoration ist auch gesorgt.
Wie auf den meisten Schiffen ist auch die Crew der „Vanquish“ international: deutsch, holländisch, ukrainisch und indonesisch. Die Indonesier sind überwiegend muslimisch, doch auch sie feiern mit. „Aus Respekt vor der anderen Tradition“, erklären Nuzulludin und Ilyas Baskara. „Aber auch, weil wir das Beisammensein genießen. Wir alle sind glücklich an diesem Tag.“ Das Fernsein von der Familie, das teilen sie alle an Bord – ob nun Weihnachten oder beim großen Fest am Ende des Ramadan. „Die Deutsche Seemannsmission arbeitet unabhängig von der Religion, der Hautfarbe und der Nationalität. Es geht um dein einzelnen Menschen. Ihn zu sehen und das, was er braucht“, so Theologin Bärbel Reichelt. Und so bekommen alle Seeleute, die in der Vorweihnachtszeit und an Heiligabend mit ihrem Schiff in Lübeck liegen, mit einem der 500 Päckchen ein wenig Freude geschenkt.

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Seemannsclub
"Sweder-Hoyer"

Öffnungszeiten:

Sonntag bis Dienstag und Donnerstag: 17h bis 21.30h

Telefon: 0451 - 39 99 106

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Der Seemannsclub „Sweder Hoyer“ besteht seit November 2010 – der Name erinnert an den ersten Seemannspastor in Lübeck, der sich bereits im 16. Jahrhundert der Seeleute annahm.
Unsere Räumlichkeiten bieten einen Treffpunkt für Seeleute aus aller Welt, an dem sie vom Alltag an Bord abschalten und sich mit Crewmitgliedern anderer Schiffe austauschen können.
Hier bietet das freundliche ehrenamtliche Team Seeleuten…
… Getränke, Snacks und Souvenirs
… freies WLAN und Internet
… preisgünstige Telefonate mit der Familie und Freunden
… Billard & Dart
… eine Gitarre zur Nutzung im Seemannsclub
… Bücher und Zeitschriften in verschiedenen Sprachen
… Geldwechsel
… Geldüberweisungen auf die Philippinen
… Gelegenheiten zum Gespräch mit Seeleuten und mit Team über „Gott und die Welt“
… kostenfreie Kleidung
Auf Wunsch holt das Team die Seeleute mit dem VW-Bus von ihren Schiffen ab und bringt sie abends wieder zurück.
Die Bilder zeigen einen Einblick in die Arbeit des Seemannsclubs.
Sie haben Interesse an einer ehremtlichen Mitarbeit? Mehr dazu erfahren Sie 
hier.

Autor: K. B.

Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit?

Das Team des Seemannsclub
„Sweder Hoyer“
braucht Verstärkung

Treffpunkt für Seeleute aus aller Welt

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