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Gottesdienst im Zeichen der Seefahrt

dsm hl sea sunday22072018
Pastor i.R. Hans-Uwe Rehse rief dazu auf, einander offen zu begegnen.

400 Gottesdienstbesucher sind am 22. Juli zum Sea Sunday in den Brügmanngarten nach Travemünde gekommen. Der maritime Gottesdienst der Deutschen Seemannsmission in Lübeck stand unter dem Motto: "Welcome to Lübeck! Wir heißen Seeleute aus aller Welt willkommen."

Drei Wortbeiträge beleuchteten, was Seefahrt durch die Jahrhunderte bedeutet und was es für Seeleute heißt, im Hafen willkommen geheißen zu werden. Sören Affeldt vom Europäischen Hansemuseum knüpfte an das 875-jährige Stadtjubiläum an. Lübeck sei schnell

Weiterlesen: Sea Sunday 22. Juli 2018

 

Was es für Seeleute bedeutet, willkommen geheißen zu werden
Deutsche Seemannsmission lädt am 22. Juli zum maritimen Gottesdienst

dsm hl seasunday 2018

 

„Welcome to Lübeck. Wir heißen Seeleute aus aller Welt willkommen“ – so lautet das Motto des diesjährigen Sea Sunday der Deutschen Seemannsmission in Lübeck. Der maritime Gottesdienst im Rahmen der Travemünder Woche findet am Sonntag, 22. Juli, im Brügmanngarten in Travemünde statt. Beginn ist um 11 Uhr. Die Predigt hält Pastor Hans-Uwe Rehse, ehemaliger Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie. Mit dabei sind der „Shantychor Möwenschiet“ und der Posaunenchor der Ev.-Luth. Kirchengemeinden Scharbeutz / Gleschendorf.

875 Jahre wird Lübeck in diesem Jahr. Seither ist die Geschichte der Hansestadt eng verbunden mit der Seefahrt. Stets wurden Waren aus fernen Ländern gebracht oder in diese verschifft. Die Seeleute an Bord sind es, die diesen Transport übernehmen und das Leben reich machen. Oft sind sie dafür monatelang auf den Meeren unterwegs, fern von Heimat, Familie und Freunden. Ist der Hafen dann erreicht, ist die Zeit oft knapp. Die Waren müssen gelöscht, neue an Bord genommen werden. Liegezeiten kosten Geld und so geht es dann schnell weiter, wieder auf See.
Umso wichtiger ist es für die Seeleute, im Hafen willkommen geheißen zu werden. Mit der Deutschen Seemannsmission in Lübeck haben sie einen festen Ansprechpartner, der um ihr Leben an Bord und das, was sie benötigen, weiß. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen auf die Schiffe, bringen in Form von Zeitungen in der Landessprache und von Telefonkarten ein Stück Außenwelt mit. Sie sind da für Gespräche, sei es einen Plausch, sei es etwas, das schon lange auf der Seele lastet. Sie geben Orientierung im Hafen und in der Stadt. Der Seemannsclub am Lehmannkai 2 mit freiem WLAN, Billard-Tisch und Sofaecke bietet die Möglichkeit, vom Leben an Bord abzuschalten. „Support of seafarers‘ dignity“ – so lautet das Motto der Deutschen Seemannsmission. Unabhängig von der Religion, der Hautfarbe und der Nationalität setzt sie sich für die Würde der Seeleute ein.
Was das Leben an Bord heute bedeutet und wie wichtig es ist, im Hafen willkommen geheißen zu werden, das soll im Gottesdienst gemeinsam bedacht werden. Der Sea Sunday findet im Rahmen des „Interkulturellen Sommers“ der Bürgerakademie Lübeck statt.

Text: BR

 

 

Grußwort der Hafenwirtschaft zum Sea Sunday 2016
Dierk Faust, Geschäftsführung der Reederei Lehmann

Liebe Frau Bretschneider, meine Damen und Herren,

zu allererst ein „Dankeschön“ für die Einladung, zu dieser zu einer wirklich schönen Tradition gewordenen Veranstaltung. Ich bin sehr gerne gekommen und folge auch genauso gerne Ihrer Bitte, das diesjährige Grußwort der Hafenwirtschaft an Sie zu richten.

Ich tue das als einer der Geschäftsführer der Firma Lehmann und damit für ein Unternehmen, das der Seemannsmission in Lübeck in besonderer Weise nahe steht. Wer uns kennt der weiß, dass wir der größte private Hafenbetrieb am Hafenstandort Lübeck sind, und an unserem „Lehmannkai 2“ in der Seelandstrasse der Seemannsmission Lübeck und ihrem Seemannsclub „Sweder-Hoyer“ ein zu Hause geben. Und lassen Sie mich eines hinzufügen: Wir tun das sehr gerne und freuen uns, die wichtige Arbeit der Deutschen Seemannsmission in Lübeck auf diese Weise unterstützen zu können.
Daneben sind wir aber auch ein klassischer Reedereibetrieb und beschäftigen unter unserer Flagge zahlreiche Seeleute unterschiedlichster Nationalitäten. Wir sind damit in vielfältiger Weise dem Thema verbunden, und sehen in unserer täglichen Arbeit immer wieder, wie wichtig Ihr Beitrag, der Beitrag der Deutschen Seemannsmission, hier in Lübeck –aber auch anderswo- für die vielen Beschäftigen auf See ist.

Das Leitthema, unter den Sie diesen maritimen Gottesdienst gestellt haben, lautet „Land in Sicht“. Wenn man das mal „googelt“ (macht man ja heute gerne so), kommt man zu ganz vielen interessanten Dingen, die dabei aber interessanterweise fast immer in der einen oder anderen Weise mit dem Menschen zu tun haben. Ich behaupte aber jetzt einfach mal, dass der Ursprung des Synonyms „Land in Sicht“ seine Herkunft in der Seefahrt hat (das Gegenteil sei mir zumindest erst einmal nachgewiesen). Damit kann der Kontext für den heutigen Tag nicht passender sein.

Nach langen, beschwerlichen und einsamen Tagen, Wochen oder gar Monaten auf See kommt das erste Mal wieder „Land in Sicht“. Was wird das für ein Gefühl für einen Seemann vor vielen vielen Jahren gewesen sein? Sehr wahrscheinlich ein Gefühl der Freude, der Erleichterung, der Sehnsucht nach zu Hause. Heute, in Zeiten moderner Seefahrt ist das vielfach ganz anders geworden. Ein Seemann muss zwar noch immer viele Entbehrlichkeiten verkraften, wenn er auf See weit weg von zu Hause ist - aber das Leben an Bord ist dennoch vermeintlich angenehmer und schnelllebiger geworden.
Schon vor Abfahrt sieht man Kurs und Zielhafen in 3D Qualität auf dem Bildschirm der elektronischen Seekarte. Schiffe erreichen statt durch Windkraft mit modernen Antriebsanlagen sehr viel schneller und sicherer ihr Ziel. eMail, Satelliten Kommunikation und vieles mehr ermöglichen eine fast durchgehende Verbindung nach zu Hause. Aber macht das alles das Leben eines Seemanns heute wirklich besser, wirklich angenehmer?

Und im Hafen? Statt langer Hafenliegezeiten, die auch den Seemann ankommen lassen in einem fremden Land, einer fremden Stadt – ihn Kraft tanken lassen für die Weiterreise, liegen die Schiffe heute mit ihren Besatzungen zumeist weit von den Innenstädten entfernt, werden immer schneller „gedreht“ wie wir das nennen – Zeit ist eben Geld. Für das Schiff zumindest, oder seine Ladung.

Aber wo bleibt der Seemann? Was sehen Seeleute wirklich, wenn Sie an Land, in einen Hafen kommen? Ich bin sehr regelmäßig auf unseren eigenen und anderen Schiffen an Bord. Selten bleibt in den kurzen Liegezeiten Zeit für ein wirklich persönliches Wort, für den Kollegen, den Seemann an Bord. Viel zu viel steht auf der „To-Do“ Liste und will in der kurzen Liegezeit abgearbeitet werden. Laden – löschen - Übernahme von Ausrüstung und Proviant - Wartungsarbeiten- Gangwaywache und so weiter und so weiter: Der Seemann ist heute im Hafen meist mehr eingespannt als auf See.

Mir tut das immer wieder sehr leid, kommt doch der Mensch an Bord oft zu kurz. Genau diese Lücke schließen Sie, liebe Frau Bretschneider, gemeinsam mit Ihren vielen zumeist ehrenamtlich tätigen Kollegen der deutschen Seemannsmissionen. Das Ehrenamt ist dabei unersetzlich für ihre Arbeit und kann nicht deutlich genug herausgestellt werden. Sie schaffen es den Seeleuten eine kurze „Flucht“ aus der Bordroutine zu ermöglichen, sind für sie und ihre ganz persönlichen Belange dar. Wie gerne und dankbar die Seeleute Ihre Arbeit annehmen ist deutlich spür- und sichtbar.

Ihr Leitsatz ist die Wahrung der Würde der Seeleute! Diesen hohen Anspruch zu wahren, ist sicher nicht immer leicht. Verlieren Sie nicht den Mut, die Seeleute danken es Ihnen – Das ist es nämlich, was Seeleute wirklich sehen, wenn sie in den Hafen kommen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen schönen maritimen Gottesdienst – und im Anschluss einen angenehmen sonntäglichen Bummel über die „Meile“ der Travemünder Woche!

Herzlichen Dank !
Dierk Faust

 

   "Land in Sicht!? Was Seeleute wirklich sehen"

   Seemannsmission feierte bei strahlendem Sonnenschein maritimen Gottesdienst am Meer

dsm hl seasunday2016Bereits zum zehnten Mal fand zum Beginn der Travemünder Woche wieder der "Sea Sunday" statt – dieses Mal zum Thema "Land in Sicht!? Was Seeleute wirklich sehen". Etwa 400 Besucher waren dabei, um Einblicke in das Leben und die Arbeit von Seeleuten zu bekommen.

 

 

 

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Seemannsclub
"Sweder-Hoyer"

Öffnungszeiten:

Sonntag bis Dienstag und Donnerstag: 17h bis 21.30h

Telefon: 0451 - 39 99 106

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Der Seemannsclub „Sweder Hoyer“ besteht seit November 2010 – der Name erinnert an den ersten Seemannspastor in Lübeck, der sich bereits im 16. Jahrhundert der Seeleute annahm.
Unsere Räumlichkeiten bieten einen Treffpunkt für Seeleute aus aller Welt, an dem sie vom Alltag an Bord abschalten und sich mit Crewmitgliedern anderer Schiffe austauschen können.
Hier bietet das freundliche ehrenamtliche Team Seeleuten…
… Getränke, Snacks und Souvenirs
… freies WLAN und Internet
… preisgünstige Telefonate mit der Familie und Freunden
… Billard & Dart
… eine Gitarre zur Nutzung im Seemannsclub
… Bücher und Zeitschriften in verschiedenen Sprachen
… Geldwechsel
… Geldüberweisungen auf die Philippinen
… Gelegenheiten zum Gespräch mit Seeleuten und mit Team über „Gott und die Welt“
… kostenfreie Kleidung
Auf Wunsch holt das Team die Seeleute mit dem VW-Bus von ihren Schiffen ab und bringt sie abends wieder zurück.
Die Bilder zeigen einen Einblick in die Arbeit des Seemannsclubs.
Sie haben Interesse an einer ehremtlichen Mitarbeit? Mehr dazu erfahren Sie 
hier.

Autor: K. B.

Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit?

Das Team des Seemannsclub
„Sweder Hoyer“
braucht Verstärkung

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Seemannsclub P1030069.jpg

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