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Akkordarbeit bei der Seemannsmission in Lübeck
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500 Weihnachtspakete für die Seeleute haben die Ehrenamtlichen der Seemannsmission in Lübeck in Windeseile gepackt. Jetzt werden die Geschenke an Bord verteilt, damit möglichst viele Seeleute ein Paket bekommen.
Über 90 Prozent aller Güter werden auf den Meeren dieser Welt transportiert. Letztlich sind es die Seeleute, die die Weihnachtsgeschenke bringen. Ganz direkt, in dem sie fertige Produkte liefern. Oder indirekt, indem sie Waren und Stoffe bringen, die weiterverarbeitet werden. Für die Seeleute bedeutet dies für lange Zeit fern der Heimat zu sein. Besonders deutlich wird dies Weihnachten, wenn sie nicht wie andere mit der Familie feiern können. Da hilft es ein klein wenig, wenn es an Bord gemütlich wird. Die Geschenke der Seemannsmission tragen dazu bei.

Text + Fotos: BR

 

Möwenschiet-Chor unterstützt Seemannsmission mit Spende

dsm hl spende moewenschiet c Karl Erhard Vögele
Spendenübergabe vor Publikum: Volker Wiechmann (li.) und Katharina Bretschneider
freuen sich über das Geld, das Egon Ruland an die Seemannsmission überreicht. 

 

500 Euro hat der Lübecker Shanty-Chor Möwenschiet der Seemannsmission in Lübeck gespendet. Bei einem Konzert im Travemünder Kulturbahnhof am 3. Dezember.

„Die Verbindung zur Seemannsmission in Lübeck ist lang“, erklärte Egon Ruland, 1. Vorsitzender des Shanty-Chores Möwenschiet. „Viele Jahrzehnte haben wir im alten Seemannsheim an der Untertrave geprobt. Auch nach dem Umzug der Seemannsmission an den Lehmannkai 2 ist der enge Kontakt bestehen geblieben. Zudem passen einfach unsere Shantys, die Arbeitslieder der Seefahrt, zu den aktuellen Aufgaben der Seemannsmission.“ Das Geld stammt noch vom Saison-Eröffnungskonzert des Chores im April. Ein Teil des Erlöses wird seit vielen Jahren an die Seemannsmission in Lübeck gespendet.

Für die Spende bedankte sich Katharina Bretschneider, Diakonin der Seemannsmission. Sie skizzierte kurz die Arbeit der Seemannsmission. Berichtete von den Besuchen an Bord, bei denen das Gespräch zählt und der Verkauf von Telefonkarten zu den wichtigsten Dingen gehört, damit Seeleute Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen können. Die Arbeit im Seemannsclub „Sweder Hoyer“, in dem Seeleute freies WLAN und ein gemütliches Plätzchen zum Abschalten vom Alltag an Bord finden, stellte Volker Wiechmann, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Seemannsmission, vor.

Das Konzert des Möwenschiet-Chores war gut besucht. Unter dem Motto „Shantys und Meer“ sangen die Männer vom Leben der Seeleute. Vom Abschied von den Frauen in der Heimat, von der Freude auf den nächsten Hafen, von der Freiheit der Seeleute und vom manchmal auch rauen Leben. Sie erhielten viel Applaus.

Text:    Bärbel Reichelt, Foto:   Karl Erhard Vögele

 

 

Besuch aus Südafrika

dsm hl ron kuesel seemannspastor aus durbanGemeinsam im Hafen unterwegs: Bärbel Reichelt (v.l.), Ron Küsel und Katharina Bretschneider.

Ron Küsel ist neuer Seemannspastor in Durban in Südafrika. Anfang November besuchte er die Seemannsmission in Lübeck. Durban und Lübeck sind Partnerstationen.
Sechs Tage war Ron Küsel in Lübeck. Lernte die Lübecker Häfen kennen, von Travemünde bis hin zur Innenstadt. Er besuchte Seeleute an Bord der Schiffe, begleitete Ehrenamtliche bei ihrem Dienst im Seemannsclub „Sweder Hoyer“ und nahm am Seefahrergottesdienst in St. Jakobi teil. Sechs Wochen wird Ron Küsel in Deutschland sein, um die unterschiedliche Arbeit der einzelnen Stationen kennenzulernen. An einem SbE-Kurs zur Stressbewältigung nach belastenden Ereignissen hat er bereits teilgenommen. Neben Lübeck stehen Hamburg, Brunsbüttel, Bremen und Bremerhaven auf seinem Programm. Den Abschluss bildet Antwerpen in Belgien.
 „Von meinem Besuch nehme ich ganz viel mit“, sagt Ron Küsel nach der Hälfte seiner Zeit. „Mich beeindruckt die Leidenschaft, mit der die Mitarbeiter sich für die Seeleute einsetzen. Das ist viel mehr als ein Job.“ Beeindruckt ist er auch von den Ehrenamtlichen und ihrem freiwilligen Engagement. „In Südafrika hat das stark abgenommen.“ Jeder Club, jedes Seemannsheim in Deutschland hat eine eigene Identität, die den Club oder das Heim zu etwas besonderem und einmaligem macht, hat Ron Küsel festgestellt. „Wenn ich wieder in Südafrika bin, möchte ich daran arbeiten, unserem internationalen Club eine eigene Identität zu geben.“    
Ron Küsel ist Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Südafrika - ELCSA (NT). Lange Zeit hat er als Gemeindepastor in New Germany im Großraum Durban gearbeitet, bevor er Anfang April seine neue Stelle angetreten hat. 50 Prozent arbeitet er als Seemannspastor. Die andere Zeit ist er damit betraut, eine neue Kirchengemeinde in Durban aufzubauen. Ron Küsel kennt die Arbeit der Seemannsmission. Als Vertreter der Kirche war er viele Jahre im Vorstand der Deutschen Seemannsmission in Durban.

Text: BR

 

Gottesdienst im Zeichen der Seefahrt

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Die Deutsche Seemannsmission in Lübeck und die Kirchengemeinde St. Lorenz zu Travemünde haben am Sonntag, 17. September, gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Etwa 200 Besucher waren der Einladung in die ehrwürdige St. Lorenz Kirche gefolgt.

Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen der Seefahrt – heute und in alten Zeiten. Auch die Bibel kennt Geschichten rund ums Meer. Etwa die Geschichte des Propheten Jona. Er hatte sich auf ein Schiff geflüchtet, um dem Auftrag Gottes, einer Stadt den Untergang anzusagen, zu entgehen. Sturm kam auf. Die Seeleute beteten. Jeder zu seinem Gott. Jona bekannte, dass er schuld ist an dem Unglück und verlangte, über Bord geworfen zu werden. Jona erfuhr Rettung. Ein Wal nahm ihn auf und spuckte in an Land.
Auch heute erleben die Seeleute Sturm, Angst und Errettung. Ihr Leben an Bord ist oftmals hart. Schwere Arbeit. Monatelang getrennt von der Familie. Kaum Liegezeiten in den Häfen. „Support of seafares‘ dignity“ lautet darum das Motto der Deutschen Seemannsmission, die Würde der Seefahrer zu unterstützen. Durch Gespräche oder ganz praktisch durch den Verkauf von SIM-Karten, damit sie nach Hause telefonieren können. Durch den Seemanns-Club, der von Ehrenamtlichen betreut wird, und an dem sie einen ruhigen Ort finden.
All dies erfuhren die Besucher des Gottesdienstes, der von den Pastoren Astrid Baar, Anja Möller und Armin Schmersow geleitet wurde. Für die Seemannsmission in Lübeck dabei: Diakonin Katharina Bretschneider und Theologin Bärbel Reichelt. Für den musikalischen Rahmen sorgten Organist Friedemann Becker und der Travemünder Shantychor. Die Seemannsmission bedankt sich für die umfangreiche Kollekte.

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Seemannsclub
"Sweder-Hoyer"

Öffnungszeiten:

Sonntag bis Dienstag und Donnerstag: 17h bis 21.30h

Telefon: 0451 - 39 99 106

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Der Seemannsclub „Sweder Hoyer“ besteht seit November 2010 – der Name erinnert an den ersten Seemannspastor in Lübeck, der sich bereits im 16. Jahrhundert der Seeleute annahm.
Unsere Räumlichkeiten bieten einen Treffpunkt für Seeleute aus aller Welt, an dem sie vom Alltag an Bord abschalten und sich mit Crewmitgliedern anderer Schiffe austauschen können.
Hier bietet das freundliche ehrenamtliche Team Seeleuten…
… Getränke, Snacks und Souvenirs
… freies WLAN und Internet
… preisgünstige Telefonate mit der Familie und Freunden
… Billard & Dart
… eine Gitarre zur Nutzung im Seemannsclub
… Bücher und Zeitschriften in verschiedenen Sprachen
… Geldwechsel
… Geldüberweisungen auf die Philippinen
… Gelegenheiten zum Gespräch mit Seeleuten und mit Team über „Gott und die Welt“
… kostenfreie Kleidung
Auf Wunsch holt das Team die Seeleute mit dem VW-Bus von ihren Schiffen ab und bringt sie abends wieder zurück.
Die Bilder zeigen einen Einblick in die Arbeit des Seemannsclubs.
Sie haben Interesse an einer ehremtlichen Mitarbeit? Mehr dazu erfahren Sie 
hier.

Autor: K. B.

Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit?

Das Team des Seemannsclub
„Sweder Hoyer“
braucht Verstärkung

Treffpunkt für Seeleute aus aller Welt

Seemannsclub P1030069.jpg

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